Fachtagung

von Donnerstag, 19. Februar 2015, 09:00 Uhr bis Freitag, 20. Februar 2015, 15:30 Uhr

Thema
Neorassismus im Spannungsfeld der Kulturen - (k)ein Bildungsproblem!?

In einer Welt, die durch Globalisierung, Migration und Flüchtlingsströme geprägt ist, kommen sich die Menschen immer näher: Nationalstaaten werden zu Einwanderungsgesellschaften und in der Folge immer heterogener. Dies erscheint nur auf den ersten Blick banal und selbstverständlich.

2013 veröffentliche das Europäische Netzwerk gegen Rassismus (ENAR) seinen jüngsten Bericht. In diesem wird für die BRD diagnostiziert, dass aktuell vor allem Menschen muslimischen Glaubens sich einer Manifestierung von Diskriminierung aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit ausgesetzt sehen. Allerdings ist dieses Phänomen nicht als spezifisch ‚deutsch’ zu beschreiben. Vielmehr zeigen sich Rassismus, Vorurteile und Diskriminierung als ein gesamteuropäisches Phänomen.

Eine weit verbreitete Ansicht ist, dass man fremdenfeindlichen Ansichten mit Bildungsangeboten entgegen treten kann. Fremdenfeindlichkeit wird demnach als die Konsequenz eines Bildungsdefizits gesehen. Diese Sichtweise wird im Rahmen der Konferenz in Frage gestellt. Rassismus wird hier vielmehr als die Konsequenz einer bestimmten Art und Weise, Welt zu denken, verstanden. Fundamentale Lebenswirklichkeiten spielen hier eine wesentliche Rolle. Rassismus wäre demnach nicht in erster Linie ein Bildungsproblem, sondern ein Denkproblem. Rassistischem Denken kann dann auch nicht mit mehr Bildung, sondern nur mit einer ‚anderen’ Bildung begegnet werden.

Im Rahmen der Konferenz wird dieser Zugang kritisch diskutiert und im Hinblick auf Konsequenzen reflektiert.

Für die Teilnahme an der Tagung ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 06. Februar 2015 erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro. Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein. Weitere Informationen können Sie dem Tagungsflyer entnehmen.

Es wäre sehr freundlich, wenn Sie das Programm auch an entsprechen Interessierte in Ihrem Umfeld weiterleiten könnten. Wir würden uns sehr freuen, Sie im Mai in Stuttgart-Hohenheim begrüßen zu dürfen.